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Sy (31.8.2010)
Schüleraustausch Tournai-Erkelenz 2010 für Französisch-Schüler/innen der Stufen 10 und 11
Leitung: Frau Prisack, Mme Leborgne
Viel zu kurz waren die beiden 5-Tage-Aufenthalte in Tournai und hier bei uns in Erkelenz!
Als wir am 23. Februar in Tournai aus dem Zug ausstiegen, erwartete uns eine aufgeregte Gruppe belgischer Schüler mit kreativen Willkommensgrüßen. Innerhalb weniger Augenblicke hatten sich alle Korrespondenten gefunden und wir gingen los in Richtung Schule, um dort zusammen zu essen und die neuen Leute und die neue Umgebung ein wenig besser kennen zu lernen. Später besichtigten wir Tournai selbst, eine schöne Stadt, die etwa doppelt so groß ist wie Erkelenz und viel an kulturellem Erbe und Geschichte vorzuweisen hat. Für uns war es besonders interessant bei den Ausflügen den Erklärungen in der französischen Sprache zuzuhören und kennenzulernen, wie die belgische Gruppe miteinander in Verbindung stand und etwas über ihr Alltagsleben zu erfahren. Wo Vokabeln fehlten, wurde umschrieben oder mit wilder Gestik vorgeführt, sodass es eigentlich nie zu Verständigungsproblemen kam. Man gewöhnte sich an die Sprechweise des Korrespondenten und tauschte sich mit den eigenen Landsleuten aus. Ausflüge mit dem Bus nach Brügge, Brüssel oder ans Meer erfreuten sich großer Beliebtheit und wir kamen jedes Mal erschöpft aber glücklich wieder bei den Gastfamilien an. Von der romantischen Kulturstadt bis hin zur Hauptstadt, von Geschichte bis Tiermuseum und natürlich jeder Menge Schokolade haben wir in diesen fünf Tagen sehr viel gesehen. Wir wurden im Rathaus begrüßt und haben eine Kostprobe des Unterrichts genossen.
Belgien ist außerdem ein bedeutendes Land in der Comicbranche und der Besuch im Comicmuseum weckte das Interesse aller, denn wer kennt sie nicht: Tim und Struppi, Lucky Luke, Marsupilami oder die Schlümpfe.
Vor der Heimreise trafen sich alle Familien in einem gemütlichen Restaurant um den Aufenthalt gebührend ausklingen zu lassen und die Abreise am 28. Februar kam viel zu schnell und tränenreich.
Zwei Monate später, am 20. April, standen wir am Erkelenzer Bahnhof und erwarteten sehnsüchtig den Zug aus Aachen, mit dem unsere Korrespondenten eintreffen würden. Nach einer stürmischen Begrüßung trafen wir uns erst einmal bei Subway und aßen zusammen. Gestärkt ging es dann zurück zur Schule, wo die Zirkus-AG extra für uns stattfand und bei der viel gelacht und ausprobiert wurde. Darauf folgte eine Besichtigung von Erkelenz und an anderen Tagen Besuche in Aachen und Köln, die Besteigung des Kölner Doms und der Besuch des Zoos. Das Wetter hier in Deutschland war uns wohlgesinnter als das belgische, weshalb wir sogar eine Radtour nach Wassenberg mit anschließendem Eisessen umsetzen konnten, nachdem wir bei La Vida Loca getanzt und viel gelacht hatten. Am vorletzten Abend gab es zuerst einmal eine Abschiedsfeier unter uns Korrespondenten und am letzten Tag vor der Abreise noch einen gemütlichen Ausklang mit Sonne, Grill und Unterhaltung. Wirklich verabschiedet wurden die belgischen Austauschschüler dann bei einem großen Brunch mit Familie, Lehrern und Schülern.
Während des gesamten Austauschs wurde viel gelacht, erzählt, geschrieben, erlebt und natürlich fotografiert. Ein besonderer Dank geht deshalb an die Hauptorganisatoren Frau Prisack und Madame Leborgne, die mit viel Mühe und Aufwand diesen Austausch erst möglich gemacht haben. Für jeden von uns wird er unvergesslich und natürlich nicht zu Ende sein, denn wozu gibt es Ferien und den Zugverkehr?
Frieda Lange