Cusanus-Gymnasium
Erkelenz
Europaschule

Schulring 6
41812 Erkelenz

Telefon:
(02431) 70025
(02431) 70026

Fax:
(02431) 81961

Auszug aus dem Schulprogramm
Die Verleihung des Prädikates ‚Europaschule’ im August 2008 betrachten wir als eine Bestätigung unseres Bemühens, unseren Schülerinnen und Schülern nicht nur ein umfassendes Sprachangebot und vielfältige Möglichkeiten zu bieten, an Austauschprogrammen mit anderen Schulen teilzunehmen, sondern ihnen auch die Bedeutung des Europa-Gedankens bei der Gestaltung der politischen Zukunft unseres Landes wie unserer europäischen Partnerländer aufzuzeigen. Diesbezüglich sehen wir die Vermittlung sprachlicher Kompetenz als Ausdruck eines Interesses an Verständigung mit dem europäischen Ausland. Deshalb ist die Vermittlung sprachlicher Kompetenz in Englisch, Französisch, Spanisch und Niederländisch auch immer verbunden mit der Vermittlung geographischen, historischen und politischen Wissens über diese Länder. Mit der Vermittlung der lateinischen Sprache ist stets der Gedanke verbunden, Schülerinnen und Schülern tiefer reichende Wurzeln der europäischen Kultur – die griechisch-römische Antike – aufzuzeigen.

Dieses umfassende Wissen über unsere europäischen Nachbarn und die Geschichte unserer facettenreichen Kultur kann allerdings nicht allein im Fremdsprachenunterricht, sondern muss in möglichst vielen Fächern vermittelt werden. Teil der Vermittlung dieses Wissens ist natürlich auch die Auseinandersetzung mit der wechselhaften Rolle Deutschlands in Europa. Insofern kommt dem Geschichtsunterricht eine zentrale Rolle zu, da gerade hier aufgezeigt werden kann, wie der Entwurf für ein gemeinsames Europa durch vorangegangene Kriege heraus entstanden ist; fachübergreifend soll die Erkenntnis reifen, woher die verschiedenen Bausteine für das entstehende „Haus Europa“ kommen. Ausnahmslos alle Fächer kennen aus ihrer Geschichte ethische Fragestellungen um das richtige Menschenbild ihrer jeweiligen Disziplin. Dies gilt es bewusst zu machen.

Die Kluft zwischen der Realgeschichte allzu häufiger Konflikte und der Idee des friedlichen Zusammenlebens soll verdeutlicht werden, um zu zeigen, dass es gelingen kann und gelingen muss, die immer wieder aufgeworfenen Gräben zu überwinden und die Perspektive einer gemeinsamen lebenswerten Zukunft zu eröffnen. So verstehen wir Europa als ein offenes humanistisches Projekt, das alle Menschen und Disziplinen einbezieht. Diesem Gedanken ist unsere Gedenkstättenfahrt zu wechselnden Zielen verpflichtet. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln in der Begegnung mit historischen Lernorten im In- und Ausland reflektiertes Geschichtsbewusstsein in transnationaler Perspektive des europäischen Friedensprojektes.

Neu in unser Angebot aufgenommen haben wir daher den jährlich im Mai stattfindenden Projekttag „Wir und Europa“, der sich speziell an die Jahrgangsstufe 9 richtet. Hier erwerben die Schülerinnen und Schüler auf handlungsorientierte Weise Sach-, Methoden- und Urteilskompetenzen am Beispiel meist hochaktueller europapolitischer Fragestellungen – immer angebunden an die persönliche Lebenswelt der Lernenden. Das inhaltliche Rüstzeug holen sich dabei die Schüler im vorbereitenden Politikunterricht.

Aufgabe unserer Schule ist es zu fragen, wie ein ‚vereintes Europa’ der Nationen aussehen, welche Bedeutung innerhalb Europas den Ländern und Regionen zukommen und wie eine demokratische ‚Identität’ in Vielfalt entwickelt werden kann. Fragen dieser Art sind nicht Gegenstand eines bestimmten Unterrichtsfaches, sie können nur als Ausdruck einer Grundhaltung interpretiert werden, die wir als Basis unseres Unterrichts verstehen. Wichtig erscheint uns dabei, dass unsere Schülerinnen und Schüler langsam, aber stetig an diese Fragen herangeführt werden und begreifen, von welch großer Bedeutung diese Fragen für ihr Leben sind. Nur eine multiperspektivische Herangehensweise kann eine sinnstiftende Auseinandersetzung über die Frage nach der Ausgestaltung einer gemeinsamen, also Konflikte dauerhaft überwindenden Zukunft ermöglichen.

An einem für Europa besonders wichtigen Ort verdichtet sich dieses Ringen um eine bessere Zukunft: Als „Hauptstadt“ der Europäischen Union ist Brüssel Schauplatz politischer Diskussionen und Entscheidungen mit enormer Tragweite für unser aller Leben. Es ist für uns daher ein besonderes Anliegen, fortan in jedem Schuljahr ausgewählten Schülerinnen und Schülern aus der Qualifikationsphase II ein mehrtägiges anspruchsvolles Studienprogramm vor Ort anzubieten.

Weiterhin ist die Ausweitung von Schüleraustauschprogrammen für uns ein wichtiger Beitrag zur dauerhaften Überwindung von Vorurteilen und daraus entstehenden Konflikten. Ein längerer Aufenthalt unserer Schülerinnen und Schüler in einem anderen Land ist die beste Voraussetzung für ein besseres Verstehen der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten des Gastlandes, schärft damit auch den Blick für eine konstruktiv-kritische Betrachtung der Situation des eigenen Landes, führt vielfach zu dauerhaften Kontakten, also zu einem Austausch von Meinungen und Standpunkten, also einer nachhaltig wirksamen Kommunikation mit den Menschen und bringt Menschen langfristig einander näher. Interkulturelles Lernen ist für uns daher Maxime und gelebte Realität zugleich. Junge Menschen mit einem so genannten Migrationshintergrund bereichern, wie wir seit vielen Jahren wissen, unsere Schulwelt in vielerlei Hinsicht: In ihren Lerngruppen vermitteln sie unseren Schülerinnen und Schülern ein eigenes Bild der Probleme und Chancen ihrer Herkunftsländer bzw. der ihrer Vorfahren. Sie animieren damit die Mitschüler zu einer intensiven und ehrlichen Auseinandersetzung mit anderen, manchmal fremd anmutenden Sichtweisen. Genau dies sehen wir als eine Bereicherung an, um die wir uns gezielt bemühen. Wir leisten damit einen Beitrag zu einem interkulturellen Dialog, der Respekt und Toleranz voraussetzt, diese Voraussetzungen aber zugleich fördert.

Obgleich Europa von wachsender Bedeutung für die künftigen Generationen sein wird, so wäre es verkürzt, unseren Kontinent isoliert zu begreifen oder gar zu überhöhen. Europa ist nicht Selbstzweck, sondern Partner in der Welt. Unsere Schulpartnerschaften spiegeln diese globale Dimension wider: Insofern stellt der in den letzten Jahren aufgebaute Kontakt zu einer Schule in Australien wie die Aktivitäten der `Eine-Welt-AG` (Unterstützung schulischer Projekte in Indien und Brasilien) eine sinnvolle Erweiterung des Spektrums unserer Kooperationen zum Zweck der Blickerweiterung unserer Schülerinnen und Schüler dar.

Auch die Studienfahrten in der Oberstufe sehen wir als Baustein zur Stärkung dieses interkulturellen Dialogs. Fahrten in unsere Nachbarländer sollen unsere Schülerinnen und Schüler mit der dortigen Kultur und Lebensweise vertraut machen, Interesse an fremden Sprachen wecken und sprachliche Fertigkeiten festigen. Aus diesem Geist heraus ermutigen wir unsere Schülerinnen und Schüler weiterhin bereits im Rahmen des zweiwöchigen Betriebspraktikums in der Einführungsphase, den Schritt ins Ausland zu wagen. Als Fachkräfte von morgen können sie so frühzeitig internationale Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln. Wir sind überzeugt, dass die Kombination von Betriebspraktikum und Auslandserfahrung in der schulischen Bildung die Chancen der Schulabgängerinnen und Schulabgänger auf einen erfolgreichen Einstieg in das spätere Berufsleben erheblich verbessern kann. Auslandspraktika dienen somit als Teil der schulischen Ausbildung dem Kennenlernen der ökonomischen, sozialen und kulturellen Lebensbedingungen des jeweiligen Landes bei gleichzeitiger Erweiterung der berufsbezogenen fremdsprachlichen Kompetenzen.
Einige Impressionen vom CGE
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture
  • Missing Picture